SpG SpVgg/ZT II - SpG Tannenberg/Hermannsdorf 1:5 (1:4)

Startelf:
Weichert – Loos – Steinert – Winkler – Hirschböck – Böttger – Hengst – Herrmann – Salevsky – Morbach – C. Nestler
Tore:
13.
15.
21
25.
38.
82.
0:1 Johannes Oeser
1:1 Mirko Loos
1:2 Falco Hermann
1:3 Johannes Oeser
1:4 Falco Hermann
1:5 Falco Hermann
Auswechslungen:
34.
57.
65.
Kay Lämmel für Florian Salevsky
Felix Horbert für Kendy Fiedler
Lukas Herrmann für Tommy Hirschböck

SpVgg verteilt weiter fleißig Ostergeschenke
Am heutigen Ostermontag hatte man mit der SpG Tannenberg/Hermannsdorf den zweiten Gegner (nach Stollberg II am Samstag) aus den Topregionen der Tabelle binnen 48h zu Gast. Auch dieses Spiel wurde aufgrund des unbespielbaren Bodens in Neundorf nochmal in Wiesenbad ausgetragen.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die erhoffte Trotzreaktion nach den wenig erbaulichen Auftritten der letzten Wochen blieb leider aus! Dass mit dem 1:5 nicht nur die höchste Saisonniederlage zu Buche steht, ist schon schlimm genug; viel bedenklicher ist jedoch, dass wir seit dem 19.11. (1:2 in Leukersdorf) auf einen Sieg warten.

Zum Spiel braucht es gar nicht so viel zu sagen: Wir starten engagiert und haben durch Morbach einen ersten Abschluss. Es ist zunächst ein Spiel auf Augenhöhe bis der Gast uns nach 13min eiskalt erwischt. Wir zeigen jedoch prompt die richtige Reaktion und gleichen umgehend durch Mirko Loos nach einstudierter Eckball-Variante aus. Leider kam danach nicht mehr wirklich was! Bis zur Halbzeit laden wir Tannenberg 3mal ein und die sagen artig danke: Beim 1:2 lag eine zwar undurchsichtige aber dennoch sträfliche Abseitsposition vor, die der Schiri aber trotz Rücksprache mit dem Linienrichter nicht anerkennen sollte. Beim 1:3 und 1:4 gibt es keinen Diskussionsspielraum, hier stehen wir schlecht und machen es dem Gegner viel zu leicht. Ärmste Sau bis dahin unser Schlussmann, der 4mal hinter sich greifen musste ohne einen einzigen Ball abwehren zu können, weil er durchweg im Stich gelassen wurde. Zwischendurch hätte Hengst auf 2:3 verkürzen können. Dass sein Schuss aus Nahdistanz jedoch noch entscheidend geblockt werden konnte, war sinnbildlich für die insgesamt griffigere Spielweise der Gäste.

Man muss der Mannschaft zu Gute halten, dass sich auch nach dem Seitenwechsel niemand mit dem Ergebnis abfinden wollte und ein Wille durchaus erkennbar war. Gegen die routinierte Hintermannschaft Tannenbergs und deren 3-Tore-Vorsprung im Rücken war jedoch kein Kraut gewachsen und mit zunehmender Spielzeit merkte man den Spielern auch das Samstagspiel an. Eine Tätlichkeit durch Horbert, der aus dem Affekt und vorangegangener Provokation heraus dem Gegner ins Gesicht greift, und der folgerichtige Platzverweis besiegelten letztendlich einen trostlosen Auftritt, der ohne mehrerer Glanzparaden von Weichert durchaus noch 2-3 Tore hätte höher ausfallen können. Den Schlusspunkt setzt der mit seinen 3 Toren heute beste Gäste-Akteur Falco Hermann per Abstauber nach Konter zum 1:5.

So steht am Ende eine komplett verdiente Heimniederlage, die auch in der Höhe so akzeptiert werden muss! Schlimm ist, dass wir es - in letzter Zeit wöchentlich - dem Gegner viel zu leicht machen. Ohne großen Aufwand betreiben zu müssen, konnte Tannenberg einfach auf unsere Fehler warten und dann eiskalt zuschlagen, was perfekt gelang.

Ein Versuch der Aufarbeitung/Ursachenforschung...

Manch einem mag es vielleicht nicht klar sein, aber inklusive der Testspiele war das jetzt das 8. Spiel in Serie (!) ohne Sieg mit einem Torverhältnis von 10:30! Wir sind auf dem bestem Weg, uns von der Überraschungsmannschaft der Hinrunde zur Schießbude der Rückrunde zu entwickeln (16 Gegentore in den letzten 4 Spielen). Das will keiner von uns und das ist auch nicht das Leistungsvermögen, was in dieser Mannschaft steckt! Dass es geht, wurde in der Hinrunde oft genug unter Beweis gestellt.

Nach Ausreden suchen ist hier immer leicht: schlechte Platzverhältnisse, Schiri-Fehlentscheidungen, schwierige Vorbereitung, fehlende Leistungsträger, unglückliche Ansetzungen (Doppelbelastung Ostern)... Die Liste ist lang und sicher hier und da auch nicht ganz unberechtigt, allerdings dürfen wir uns das nicht so einfach machen:

Auf einem schlechten Platz hat auch Tannenberg oder Stollberg spielen müssen. Auch ein unberechtigter Gegentreffer ist ärgerlich, fällt bei 5 Gegentoren aber nicht ins Gewicht. Auch die Vorbereitung war - in Neundorf traditionell - durch die Platz- und Hallensituation sicher nicht optimal, dennoch wurde Dank unseres Trainers stets eine gute Alternative gefunden, sei es in der Halle, auf dem Kunstrasen und nicht zuletzt durch das Trainingslager! Auch fehlende Spieler gab es immer wieder, jedoch kann man diese Saison (im Vergleich zu anderen Jahren) wohl kaum von Verletzungspech sprechen, sieht man eine Bank von heute wieder 5 Wechslern. Eine Doppelansetzung binnen 48h ist sicher mehr als fragwürdig im Amateurbereich, müssen wir aber so akzeptieren.

Es fällt schwer zu glauben, dass die Mannschaft über den Winter das Fußballspielen "verlernt" hat, was hier auch nicht unterstellt werden soll! Die Ergebnisse machen aber mehr als nachdenklich. Jetzt ist aber der Zeitpunkt, uns alle aus dem Winterschlaf wieder wach zu rütteln! Der aktuelle Weg ist bedenklich und sicher nicht der Anspruch, den jeder selbst an sich hat.

Es sind eigentlich simple Dinge, die sich jeder Spieler selbst und kritisch hinterfragen sollte: Habe ich verinnerlicht, was der Trainer taktisch vorgibt? Setze ich das auch um? Halte ich die Konzentration über 90min hoch? Stimmt die Abstimmung mit meinen Nebenleuten? ... Einfache Dinge, die aktuell zu oft nicht passen und woran wir arbeiten müssen!

Hier soll auch nicht alles schlecht geredet werden, denn es gab sicher auch Lichtblicke: Eine 3:1-Führung schießt nicht jeder gegen Stollberg heraus und auch gegen Oelsnitz waren 30min in Halbzeit 2 (mit ebenfalls 3:1-Führung) durchaus in Ordnung. Wir können uns aus dieser Situation nur gemeinsam wieder herausziehen und das muss jetzt das Ziel sein.

Der Zusammenhalt im Team - auch traditionell in Neundorf - ist einzigartig und darüber können wir das mit Sicherheit schaffen! Noch ist die Saison nicht verloren. In 10 Spielen sind immerhin noch 30 Punkte zu vergeben, also lasst uns nun gemeinsam die Ärmel hochkrempeln und den Karren aus dem Dreck ziehen, am besten bereits nächste Woche in Neuwürschnitz.

Köpfe hoch und auf geht's!

Offizielle Website des EFV 1918 Tannenberg